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Neubau
Winter's not coming...
…it’s here. Und wie wir in den vorangegangenen Beiträgen nicht müde wurden zu unken, kann dies schwere Auswirkungen auf den Bauzeitenplan und eventuell sogar Bauschäden bedeuten. Well, buckle up. Denn diese Eventualität ist nun zur Sicherheit geworden.

Das lange gefürchtete Szenario ist endlich eingetreten, der Winter ist da. Die Temperaturen sind gefallen, teilweise sogar schon unter den Nullpunkt. Der jahreszeitübliche Regen wurde manchmal schon zu Schneeregen, und die Baustelle steht – wie prophezeit – weitestgehend still; auch durch den erhöhten Krankenstand beim Baupersonal. Letzte Woche sollte es nach diversen Verzögerungen endlich losgehen mit dem Mauern des Obergeschosses, aber direkt am Stichtag fielen die Temperaturen nochmal, als würde Petrus uns einen gepflegten Mittelfinger zeigen. Und unter 5° Celsius kann nicht gemauert werden, weil die verwendete Mörtelmasse das nicht mitmacht. Wie die nächsten Wochen temperaturmäßig ausfallen werden, ist unklar. Im besten Falle können wir in temporären Warmphasen (d.h., über 5°) mauern, und in den übrigen Phasen andere Arbeiten ausführen. Aber durch die neuerliche Verzögerung scheint jetzt klar zu sein: Das Ziel, das Haus bis Weihnachten im Rohbau stehen zu haben, ist nicht mehr zu erreichen.

Jetzt muss abgewartet werden, wie viele Steine wir noch draufbekommen – und gleichzeitig muss der Notfallplan ausgearbeitet werden, das Haus winterfest zu machen. Die Steine müssen vor Nässe und Kälte geschützt werden, um zukünftigen signifikaten Bauschäden vorzubeugen. Die Situation ist nicht ideal, aber manchmal muss die Reißleine gezogen werden. Es erinnert stark an Han Solo und Luke Skywalker, die in der Eiswüste Hoth verloren sind und merken, dass sie es nicht mehr rechtzeitig vor Nachteinbruch in den Außenposten schaffen werden. Sie müssen ihr verendetes Tauntaun aufschneiden und sich in den stinkenden Eingeweiden wärmen, um nicht zu erfrieren. Die Analogie ist fast perfekt. Auch wir müssen das uns Wichtige vor der Kälte schützen. Voraussichtlich werden dafür große Planen notwendig, die das Haus komplett ummanteln und in einen Winterschlaf versetzen werden. Die Steine in Bodennähe müssen mit einer Bitumenschicht vor weiterer Nässe geschützt werden, denn im Bau steht das Wasser (siehe unten). Die bereits in den Bausteinen befindliche Nässe diffundiert von den unteren Steine in die oberen und über der Bitumenschicht wieder hinaus – ein Vorteil der Diffusionsoffenheit der Hanfsteine. Nichtsdestotrotz ein schwacher Trost für eine möglicherweise monatelange Verzögerung der Baufertigstellung. Aber dies ist nur eine Momentaufnahme. Denn wie sagte Eric Draven damals so passend in The Crow: „It can’t rain all the time“.

"I thought they smelled bad on the outside"
- Han Solo, nachdem er das Tauntaun öffnet, um der Kälte zu trotzen

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