Der Jahresübergang, inzwischen schon wieder fast einen Monat her, war für uns kein Moment der Ruhe oder Besinnlichkeit. Keine Enklave des In-sich-Gehens, des Revue-Passieren-Lassens oder des Gute-Vorsätze-Fassens. Nein, bei uns wurde über Weihnachten und Silvester knallhart gearbeitet. Und die Zeitverzögerung, mit der ich dies festhalte, beziffert recht akkurat unseren zeitlichen Rückstand, was so ziemlich alles angeht.
Ich weiß, ich weiß, ich weiß… die Kinder sagen es ja auch: Irgendwann ist es genug mit den Wortspielen. Aber als ich mich in den letzten Wochen mit dem Boden des Hauses beschäftigt habe und gesehen habe, wieviele Sachen da so reinkommen und wieviele Taten dafür nötig sind… doch urteilt vielleicht einfach selbst. Ladies and Gentlemen, please, be floored.
Schnallt Euch an, denn wir haben in den nächsten Wochen einiges aufzuholen. Während wir selbst nicht wussten wohin mit uns selbst vor lauter Arbeit und Aufgaben auf und neben der Baustelle, haben die Gewerke sich mit Ruhm bekleckert. Den Anfang machen heute die unermüdlichen Profis von Lehm und Bau Neuenhagen, die unser Haus außen wie innen verschönert haben.
Mit Stomp hat das Ganze nicht mehr viel zu tun. Aber zum Einen ist der Name einfach so catchy Titel, zum anderen stehen LeserInnen nun mal auf Sequels, siehe Marvel oder Die Schule der Magischen Tiere. Darum bleiben wir jetzt dabei, bis die Nummer durch ist.
Was lange währt wird gut: Die Stampflehmwände sind fertig und inzwischen auch ordentlich ausgebessert. Bevor der Lehmputz aufgetragen werden kann, fehlt aber noch jenes natürliche Baumaterial, das wir noch aus der Happy Hour im Zeitlos der 90er kennen. Zum Glück hatten wir bei der Durchführung auch hier unerwartete Hilfe.
…und zwar im positivsten Sinne, den man sich vorstellen kann. Denn während der wichtigste Bauteil bislang unsere Achillesferse war, haben wir nun scheinbar endlich Ruhe (und Dichtigkeit) von oben. Doch der Weg dahin war lang und feucht.
„Stampflehm stampfen mit der ganzen Familie, ein Spaß für groß und klein.“ So, oder so ähnlich haben wir uns das damals vorgestellt, als wir uns für den natürlichen Baustoff entschieden haben. 2 Monate Knochenarbeit später lecken wir unsere Wunden und sehen: Ganz so einfach war es doch nicht.
Unser Haus hat lange Zeit nicht uns gehört, oder es hat sich zumindest nicht so angefühlt. Die ständig wechselnden Subunternehmer des Generalunternehmers haben alles runtergewirtschaftet: Ihren Müll überall gelassen, Arbeiten unfertig oder falsch ausgeführt, Material und Werkzeug im ganzen Haus und drumherum verstreut, als gäbe es kein Morgen. Damit ist jetzt Schluss. Wir erobern das Haus zurück!
Schluss machen ist nie einfach. Die richtigen Worte finden, den richtigen Moment. Und wenn man für die Beziehung sogar noch eine vielseitige vertragliche Grundlage hat, wird das Ganze nicht einfacher. Und dass der Partner ein Alkoholproblem zu haben scheint, gerät dabei zur Nebensache. In diesem Post lest Ihr, wie schwierig es ist, einen Generalunternehmer loszuwerden.
Es läuft keineswegs alles schief bei uns, auch wenn dieser Tage manchmal der Eindruck entsteht. Im Gegenteil… seit einigen Wochen sind wir so fleißig am Stampfen, dass die Nachbarn sich verwundert die Ohren reiben (sagt man das so?). Was es damit auf sich hat – Ihr lest es hier.

