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Neubau
Stomp 3 - Pina Colada

Was lange währt wird gut: Die Stampflehmwände sind fertig und inzwischen auch ordentlich ausgebessert. Bevor der Lehmputz aufgetragen werden kann, fehlt aber noch jenes natürliche Baumaterial, das wir noch aus der Happy Hour im Zeitlos der 90er kennen. Zum Glück hatten wir bei der Durchführung auch hier unerwartete Hilfe.

Nach der ganzen Stampflehmgeschichte waren wir klar ausgebrannt. Monatelange Stampfarbeit – die zwar durchaus Spaß gemacht hatte und bei der man sich zwischendurch immer wieder am Fortschritt laben konnte – zollt irgendwann trotzdem ihren Tribut. Der Körper, der die andauernde körperliche Arbeit nicht gewohnt ist, schmerzt bald an allen Ecken und Enden und auf dem Schreibtisch häuft sich die unerledigte Arbeit. Denn im wirklichen Leben haben wir ja auch noch Berufe, die erledigt werden wollen. Als dann also die nächste Runde kam, erwischte sie uns ein wenig kalt.

Nachdem die Wände ausgebessert worden waren, mussten nun nämlich Schilfmatten davorgetackert werden, um die Haftung des Lehmputzes zu erleichtern und weitere Stabilität für die Wände zu gewährleisten. Das bedeutete: viel Zurechtschneiden, viel Klettern, viel Tackern… viel Zeit und Arbeit – again. Gleichzeitig versuchten wir, die Feuchtigkeit aus dem Gebäude zu bekommen, da das undichte Dach seinen Teil zum Dachgeschoss beigetragen hatte. Das Entfeuchten geschah mit riesigen Luftentfeuchtern, deren ohrenbetäubendes Dröhnen nur durch ihre hohe Betriebstemperatur übertroffen wurde. Denn Letztere führte dazu, dass es dort oben richtig, richtig heiß wurde. Mit den Wänden voller Schilf und den tropischen Temperaturen kamen wir uns schnell wie in einer Cocktailbar vor, es fehlte nur der Sand auf dem Boden. Glücklicherweise half uns bei der Schilf-Arbeit Praktikantin Jule tatkräftig und wir konnten uns nebenbei auch auf andere Arbeiten fokussieren, die ebenfalls getan werden mussten. Zum Beispiel, den Müll des Generalunternehmers, der überall auf dem Grundstück verteilt war, unter Kontrolle zu bekommen.
Falls Du das hier liest: Tausend Dank, Jule! Ohne Dich hätten wir das nie in der Zeit hinbekommen. Vielen Dank auch an Thomas von Lehm & Bau in Neuenhagen, der uns Jule für die Arbeit zur Verfügung gestellt hat. Zusammen schmecken die Pina Coladas in der Strandbar immer am Besten!