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Abriss
The past that still haunts us

Als würden wir das Glück erzwingen wollen, haben wir letzte Woche mutig den Spaten geschwungen und proklamiert, dass der Neubau nun beginnen möge. Wir nahmen quasi unseren Kopf in Kanonenkugel-Position runter und rannten blindlings los in die Zukunft, wohlwissend, dass hinter uns weiterhin Probleme lauerten, die eigentlich noch gelöst sein wollten. Manche kannten wir schon, manche sind selbst für uns überraschend.

"Better the devil you know than the devil you don't."


- Altes Irisches Sprichwort

Frei nach diesem irischen Sprichwort wären wir komplett zufrieden damit gewesen, lediglich den uns bekannten Teufel zu bekämpfen. Dies wären dann die drohenden Toxine im oben abgebildeten Erdhaufen. Wir erinnern uns… letzte Woche haben wir diesen Erdhaufen noch gesammelt drohend angeschaut, als könnten wir dadurch seine Sauberkeit erzwingen. Anscheinend haben wir ihn damit nur noch wütender gemacht.

Denn dieser eigentlich sonst freundlich anmutende Erdhaufen ist voll mit PAH (Polycyclic Aromatic Hydrocarbons), was vom Umweltbundesamt wirklich komplett gar nicht gern gesehen wird. Diese Erde muss in all ihrer Masse gereinigt werden, was einige Jahre und viel Geld kosten wird. Das rüttelt unsere Finanzplanung mal wieder komplett durcheinander und ist somit der schlimmste Teufel, der uns noch vom Rückbau drohte.

Doch wir bleiben unserer masochistischen Veranlagung treu und sind nicht zufrieden mit dem Teufel, den wir kennen. Stattdessen suchten wir uns heute noch dazu einen neuen, unbekannten Teufel hinzu: Das Rückbau-Unternehmen hat nämlich „vergessen“, Teile des alten Fundaments zu entfernen, was dem Rohbauer nun beim Versuch der neuen Fundament-Legung überraschenderweise nicht entgangen ist. Man kann also auch im Baugewerbe alte Fundamente sprichwörtlich unter den Teppich kehren, indem man einfach noch eine Erdschicht über den Ziegelsteinen lässt. Es wird schon keinem auffallen…