Sammelsurium an Sonderbarem
Eigentlich sollte man inzwischen davon ausgehen, dass der Bauprozess sauber startet und man sich nun entspannt ein schönes Fundament zurechtgießt. Doch weiterhin brennt es an allen Ecken und Enden, dass es einem schwindlig wird. Doch der Reihe nach…
Wie die Zombie-Finger eines längst Totgeglaubten, der aus dem Grabe nach uns greift, lässt uns der Abriss nicht in Ruhe und taucht immer wieder auf, egal, wie tief wir ihn vergraben.
Auf obigem wunderschönen Bild erkennt man den berüchtigten Erdhaufen (ca. 200 m3), der uns schon in so einigen vergangenen Posts begegnet ist. Wenn man sich anschaut, wie unschuldig und schnell neue Pflanzen auf diesem Erdhaufen gedeihen, sollte man gar nicht annehmen, dass er voller organischer Schadstoffe ist. Und dass die Entsorgung dieses Mists nochmal soviel kostet wie der gesamte bisherige Abriss (!). Natürlich sind das keine eingeplanten Kosten, eher ist es eine kleine Überraschung der Natur, nur für uns.
Und wo wir gerade bei Überbleibseln des Rückbaus sind. Beim Ausheben der ersten Löcher auf dem Grundstück (zuerst für die Unterfangung des Nachbargebäudes, nun für die Vorbereitung des eigenen Fundaments) wird immer offensichtlicher, dass die Abrissfirma sich überraschend viel Arbeit gespart hat. Trotz mehrmaliger Absprachen wurde es wiederholt versäumt, die alten Fundamentreste aus dem Erdreich zu entfernen. Jetzt fallen uns die Dinger alle nach und nach wieder vor der Füße, egal, wohin der Bagger blickt.
Des Weiteren wurden die Unterfangungen des Nachbarn korrigiert und sehen jetzt prima aus. Die Daumen sind gedrückt, dass die Nachbargebäude die Launen unseres Baggers aushalten werden. Die Betonabdeckung der Grundstücksmauer ist auch auf gutem Wege. Es wurde ein Holzgerüst auf die Mauer gebaut, auf das der Beton sich jetzt ganz entspannt drauflegen und viele Jahrhunderte lang ausruhen darf.
Achja, der Straßenbaum sollte heute beschnitten werden, denn ein paar seiner Äste würden sonst direkt in unser Wohnzimmer reichen (sähe bestimmt fancy aus, aber wir haben uns trotzdem dagegen entschieden). Leider ist der Baumschneider direkt wieder abgehauen, weil er sauer war, dass das Dixi zu nah am Baum stand und ihm damit im Weg war. Ein klärendes Telefonat konnte ihn besänftigen, so dass er den Beschnitt hoffentlich morgen durchführen wird – trotz Dixi. So ein Klo hat ja eigentlich auch viele Vorteile, das darf man nicht nur auf seine Im-Weg-Steh-Eigenschäften reduzieren.

