Für alle, die ob des reißerischen Titels des ersten Fundament-Posts wütende Schnappatmung bekommen haben, haben wir für den zweiten Teil eine entspanntere Variante gewählt. Und alle, die sich noch über den unerwarteten Cliffhanger vom letzten Post ärgern, dürfen sich jetzt darüber freuen, dass :drumroll: unser Fundament endlich fertig ist!
Das Fundament des Erdgeschosses war ja beim letzten Beitrag schon fast fertig. Es wurde noch zwecks Dämmung von wohlig kuschligen Schaumglasschotter-Platten umgeben, die dem Ganzen irgendwie ein sauberes, futuristisches Gefühl verliehen (siehe Bild oben und Bild 1 unten). Danach mussten eigentlich nur noch die umliegenden Arbeitsgräben mit Füllerde geschlossen werden und schon blitzte und blinkte ein tolles Fundament.
Aber geneigten LeserInnen wird schon aufgefallen sein, dass ich immer vom „Fundament des Erdgeschosses“ rede, was ja irgendwo redundant ist, oder? Nicht ganz, denn wir haben tatsächlich noch ein Streifenfundament, das sich südwestlich des Hauptfundaments befindet. Erstmal mutet das fehl am Platze an und hat schon vermehrt Besucherinnen und Besucher verwirrt. Letztlich ist das Ganze dem Genie unseres Entwurfs-Architekten André geschuldet: Denn – um es kurz zu machen – das Obergeschoss sitzt um 90° gedreht auf dem Erdgeschoss, was im Südosten für eine Terrasse sorgt und im Südwesten für einen überdachten Eingangsbereich. Hört sich kompliziert an, ist es auch ein bisschen. Darum findet Ihr unten auf den Bildern 2 und 3 die Grundrisse vom Erd- und Obergeschoss.
Die Idee mit dem Obergeschoss ist also etwas twisted. Um 90° getwisted, um genau zu sein. Und damit das Obergeschoss nicht dem erstbesten Besucher auf die Rübe fällt, müssen wir mit dem besagten separaten Streifenfundament drei Stützpfeiler bereitstellen, auf dem das Obergeschoss ruhen kann. Hierfür wurden wieder Holzverschalungen erstellt, mit Stahlskelett und danach mit Beton gefüllt (Bilder 4-7 unten). Bei all dem Bedürfnis, ökologisch zu bauen, bin ich doch immer wieder überrascht, welche Mengen Beton man trotz allem noch verwenden muss, um so ein Haus hochzuziehen. Oder um es mit einer Bauanalogie zu sagen: Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Fundament abgehakt, ab jetzt geht’s nur noch nach oben!
"Schau mal, ich steh in Deiner Dusche!"
- Michael, auf dem Fundament

