Neulich stellte mir Juri die Frage, warum an meinem Bleistift hinten ein Radiergummi dran sei. Die Antwort war einfach: Wenn wir Fehler machen, haben wir die Möglichkeit, diese wieder zu korrigieren. Dieser Ansatz ist auf viele Lebensbereiche anwendbar. Auch auf unsere bislang dunkelste Stunde des Hausbaus.
Eh, everybody makes mistakes. That's why they put erasers on pencils. - Lenny (The Simpsons, Episode 176)
Sicher erinnern sich geneigte LeserInnen an das November-Fiasko, bei dem unsere erste Betonage dazu geführt hatte, dass die Hanfsteine des Erdgeschosses aufgebrochen waren (Ihr könnt das intensive Ausheulen sonst auch hier nachlesen). Das ist inzwischen 3 lange Monate her und trotz unseren ständigen Drängens, den Baufehler zu korrigieren, tat sich das Bauunternehmen lange Zeit schwer damit. Immer gab es anderes zu tun (was dann meistens auch nicht erledigt wurde) und die gebrochenen Steine des Erdgeschosses wurden zum ungeliebten Stiefkind der Aufgabenliste auf der Baustelle. Da die Hanfsteine selbst kein Gewicht tragen, konnten wir bedenkenlos Stockwerk um Stockwerk hochziehen, ohne dass das defekte EG Probleme bereitet hätte.
Langsam wurden dann erste Schritte unternommen, um den Schaden zu beheben. Erstmal wurden die Steine grob aus dem Mauerwerk gerissen, danach wurden die Reste mit schwerem Gerät vom Beton gemeißelt. Die dabei entstandenen Hanfkalk-Überreste konnten wir im verregneten Dezember prima wiederverwenden, um den matschigen Pfützenboden auf der Baustelle trittfest zu machen. Ein Alptraum für Peppa Wutz‘ Matschepfützen-Fetisch. Und heute können wir endlich die frohe Botschaft verkünden: Das Mauerwerk des Erdgeschosses steht jetzt wie eine 1 und strahlt mit der Sonne um die Wette! Und wir sehen wieder, dass die Fehlschläge der Baustelle sich mit Geduld und harter Arbeit ins Positive wenden können. Keep on keepin‘ on!

